Einem der seltensten Reiherarten Deutschlands auf der Spur


Einem der seltensten Reiherarten Deutschlands auf der Spur.


Anfang April suchte ich das NSG Wagbachniederung auf.

Das 224ha große Naturschutzgebiet liegt zwischen Mannheim und Karlsruhe am rechten Rheinufer bei Waghäusel südöstlich von Speyer.

Nachdem auf "www.ornitho.de" die ersten Brutpaare gemeldet wurden, hoffte ich dort den farbigsten, seltensten und schönsten Reiher Deutschlands vor die Linse zu bekommen, den Purpurreiher.

 

Der Purpurreiher kommt mit gestrecktem Hals auf eine Körperlänge von 70-90cm und einer Flügelspannweite von bis zu 150cm.

Er kann bis zu 25 Jahre alt werden und ist mit seinem Gewicht von 1,5kg etwas zarter und schlanker als der verwandte Fischreiher (Graureiher).

Als Landstreckenzieher überwintert er in West-, Ost- und Südafrika und beginnt bereits im August mit dem Abzug ins Winterquartier.

 

Lebensraum: Er bevorzugt Feuchtgebiete und Seen mit großen Flachwasserzonen und viel Schilfbewuchs. Dort lebt er meist sehr versteckt in den ausgedehnten Schilf- und Röhrdickichten.

Durch die kurzen Beine und den auffallend langen Zehen ist er perfekt an das Leben im Schilfröhrricht angepasst.

Der Nestbau findet vorzugsweise über dem Wasser auf den umgeknickten Halmen von Altschilfbeständen statt und als Kolonienbrüter sind meist mehrere Exemplare in unmittelbarer Nähe anzutreffen, vorausgesetzt man kann sie aufgrund ihrer Tarnung überhaubt entdecken.

Die Nahrung besteht überwiegend aus kleinen Fischen, Kleinsäugern, Amphibien und Reptilien.